"So, über den Mondsee willst du etwas wissen? Nun, zunächst einmal heißt es die Mondsee. Die Mondsee, auch als Drachenmeer bekannt, liegt zwischen dem grauen Land Thar im Norden und den Tallanden und Sembia im Süden. Sie ist ein eiskaltes, klares Binnenmeer von der Farbe reiner Amethyste und regelmäßig jagen wilde und unberechenbaren Stürme über die eisigen Wellen, als Spiegel einer wilden und gewalttätigen Vergangenheit und einer unberechenbaren Zukunft. Auf der See und den sie umgebenden harschen Landen können mutige Recken zu gefeierten Helden werden, den meisten aber winken ein gewaltsamer Tod oder die eisigen Tiefen der dunklen, hungrigen Wellen.
An den Ufern der Mondsee liegt eine Reihe von Städten, deren Namen in ganz Faerun bekannt sind - als ruhmreiche Stätten glanzvoller Historie wie Phlan, als finstere Häfen der Intriganz und Zwietracht wie Fernberg, oder gar - wie Zhentilfeste - als Ausgangspunkte stetiger gewaltsamer Expansion. Doch für jede einzelne Stadt, die sich heute über die Gischt der Mondsee erhebt, hat der unbarmherzige Schlund der Zeit drei Siedlungen verschlungen. Überall entlang der felsigen Ufer finden sich die Ruinen längst vergessener Städte und Dörfer und in ihnen die Gräber jener Männer und Frauen, die sie einst erbaut haben. Jenseits dieser toten Städte, verstreut über das Hinterland, liegen die zerstörten Burgen und eingefallenen Türme von unbedeutenden Kleinadligen und ruchlosen Magiern, die in der Einsamkeit der Wildnis an ihren Plänen zur Erorberung des Landes oder an mächtigen Zaubern arbeiteten.
Nun fragst du dich, wenn die Mondsee tatsächlich ein solch rauhes und unwirtliches Land ist, warum bleiben die Menschen und ziehen nicht in erträglichere Gefilde? Nun, die Antwort ist einfach. Zum einen ist die Mondsee eine wahre Schatztruhe Faeruns. Kaum an einem anderen Ort finden sich so viele Rohstoffe, die nur darauf warten, ausgebeutet zu werden. Ich verrate dir kein Geheimnis, wenn ich dir erzähle, dass die Nordküste reiche Vorräte an edlen Steinen, Eisenerz und vielen anderen Bodenschätzen birgt. Doch auch die See selbst ist reich an Fisch und in der dunklen und fetten Erde rund um das Meer gedeihen vielerlei Sorten von Getreide. Aber der Reichtum an Erz, Fisch und Gerste hat dich sicher nicht hierher gelockt, nicht wahr? Du bist hier aus einem anderen Grund. Denn es gibt noch einen zweiten Grund, warum die Menschen hierher kommen: hier werden Legenden geboren. Es heißt, um sich einen Namen zu machen, muss man mutig sein und Risiken eingehen und sich in Herausforderungen bewähren. Nun, hier, an der Mondsee gibt es Risiko und Herausforderungen. Mehr als zur Genüge.
Und das hat nicht nur mit dem unangenehmen Klima und der rauhen Landschaft zu tun, sondern vor allem mit ihren Bewohnern. Die Mondsee ist die Heimat eines robusten und rauhen Schlags von Männern und Frauen. Weil es ein schroffes und abweisendes Land ist, sind die Menschen hier ähnlich schroff und abweisend. Die Mächte der Natur und des Bösen, die dieses Land seit ungezählten Zeitaltern heimsuchen, haben sich auf den Charakter der Menschen niedergeschlagen: Misstrauen, Gier, Brutalität und politische Intrigen sind den Bewohnern der See in Fleisch und Blut übergegangen. Für gewöhnlich sind sie argwöhnisch gegenüber Fremden, verbissen und nicht selten gefährlich. Und das bisschen Verwunderung und Nachdenklichkeit, das sie dir gegenüber zeigen, ist nur dem Umstand geschuldet, dass sie in dem Moment denken, wie sie am besten Profit aus dir schlagen können. Für sie bist du nichts weiter als eine Störung in einem ohnehin schon chaotischen Leben. Wenn sie aus dir ein paar Münzen holen können, gut. Aber noch lieber wäre ihnen, wenn du ihren Lebensweg gar nicht erst gekreuzt hättest.
Auch wenn du jetzt denkst, es sei nicht gerecht, einem ganzen Volk derartige unschöne Charakterzüge zuzuschreiben, nur weil sie in einer bestimmten Ecke der Welt leben, so magst du recht haben. Aber an deiner Stelle würde ich ein Auge auf meinen Rücken und auf meine Geldbörse haben, wenn Du auf der See oder an ihren Küsten unterwegs bist. Und bitte tu mir einen Gefallen: Sag nie, ich hätte dich nicht gewarnt!"
An den Ufern der Mondsee liegt eine Reihe von Städten, deren Namen in ganz Faerun bekannt sind - als ruhmreiche Stätten glanzvoller Historie wie Phlan, als finstere Häfen der Intriganz und Zwietracht wie Fernberg, oder gar - wie Zhentilfeste - als Ausgangspunkte stetiger gewaltsamer Expansion. Doch für jede einzelne Stadt, die sich heute über die Gischt der Mondsee erhebt, hat der unbarmherzige Schlund der Zeit drei Siedlungen verschlungen. Überall entlang der felsigen Ufer finden sich die Ruinen längst vergessener Städte und Dörfer und in ihnen die Gräber jener Männer und Frauen, die sie einst erbaut haben. Jenseits dieser toten Städte, verstreut über das Hinterland, liegen die zerstörten Burgen und eingefallenen Türme von unbedeutenden Kleinadligen und ruchlosen Magiern, die in der Einsamkeit der Wildnis an ihren Plänen zur Erorberung des Landes oder an mächtigen Zaubern arbeiteten.
Nun fragst du dich, wenn die Mondsee tatsächlich ein solch rauhes und unwirtliches Land ist, warum bleiben die Menschen und ziehen nicht in erträglichere Gefilde? Nun, die Antwort ist einfach. Zum einen ist die Mondsee eine wahre Schatztruhe Faeruns. Kaum an einem anderen Ort finden sich so viele Rohstoffe, die nur darauf warten, ausgebeutet zu werden. Ich verrate dir kein Geheimnis, wenn ich dir erzähle, dass die Nordküste reiche Vorräte an edlen Steinen, Eisenerz und vielen anderen Bodenschätzen birgt. Doch auch die See selbst ist reich an Fisch und in der dunklen und fetten Erde rund um das Meer gedeihen vielerlei Sorten von Getreide. Aber der Reichtum an Erz, Fisch und Gerste hat dich sicher nicht hierher gelockt, nicht wahr? Du bist hier aus einem anderen Grund. Denn es gibt noch einen zweiten Grund, warum die Menschen hierher kommen: hier werden Legenden geboren. Es heißt, um sich einen Namen zu machen, muss man mutig sein und Risiken eingehen und sich in Herausforderungen bewähren. Nun, hier, an der Mondsee gibt es Risiko und Herausforderungen. Mehr als zur Genüge.
Und das hat nicht nur mit dem unangenehmen Klima und der rauhen Landschaft zu tun, sondern vor allem mit ihren Bewohnern. Die Mondsee ist die Heimat eines robusten und rauhen Schlags von Männern und Frauen. Weil es ein schroffes und abweisendes Land ist, sind die Menschen hier ähnlich schroff und abweisend. Die Mächte der Natur und des Bösen, die dieses Land seit ungezählten Zeitaltern heimsuchen, haben sich auf den Charakter der Menschen niedergeschlagen: Misstrauen, Gier, Brutalität und politische Intrigen sind den Bewohnern der See in Fleisch und Blut übergegangen. Für gewöhnlich sind sie argwöhnisch gegenüber Fremden, verbissen und nicht selten gefährlich. Und das bisschen Verwunderung und Nachdenklichkeit, das sie dir gegenüber zeigen, ist nur dem Umstand geschuldet, dass sie in dem Moment denken, wie sie am besten Profit aus dir schlagen können. Für sie bist du nichts weiter als eine Störung in einem ohnehin schon chaotischen Leben. Wenn sie aus dir ein paar Münzen holen können, gut. Aber noch lieber wäre ihnen, wenn du ihren Lebensweg gar nicht erst gekreuzt hättest.
Auch wenn du jetzt denkst, es sei nicht gerecht, einem ganzen Volk derartige unschöne Charakterzüge zuzuschreiben, nur weil sie in einer bestimmten Ecke der Welt leben, so magst du recht haben. Aber an deiner Stelle würde ich ein Auge auf meinen Rücken und auf meine Geldbörse haben, wenn Du auf der See oder an ihren Küsten unterwegs bist. Und bitte tu mir einen Gefallen: Sag nie, ich hätte dich nicht gewarnt!"
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