Mittwoch, 23. Januar 2008

Die Welt Faerun [Hintergrund]

"Willkommen in der Welt Faerun, der Heimat übermenschlichen Heldenmuts und unaussprechlicher Boshaftigkeit, einem Ort der Magie, der Geheimnisse und großer Gefahren. Hier durchkämmen mutige Abenteurer die Krypten toter Monarchen auf der Suche nach Ruhm und Reichtum. Gerissene Diebe schleichen durch die engen Gassen uralter Städte, immer auf der Hut vor den aufmerksamen Augen der Büttel. Fromme Priester durchziehen das Land im Streben den Namen ihrer Gottheit zu preisen und ihre Anhängerschaft zu mehren. Listige Magier forschen in entlegenen Türmen und in den Ruinen längst vergangener Zivilisationen nach finsteren Geheimnissen. Drachen und Riesen, finstere Schurken, Dämonen und ungezähmte Horden von Humanoiden lauern in düsteren Gewölben, endlosen Kavernen und den zerfallenden Resten toter Städte, nur wartend auf das Fleisch unachtsamer Wanderer und allzu mutiger Abenteurer."
- Elminster von Schattental

Von den bitterkalten, windgepeitschten Steppen der Endlosen Öden zu den sturmumtosten Felsklippen der Schwertküste im Westen liegt ein weites, wildes Land von Königreichen glänzender Pracht und unberührter Wildnis, Heimat für Dutzende Länder und Nationen, Hunderte Stadtstaaten und ungezählte Stämme, Dörfer und Siedlungen. Dies ist Faerun, der größte Kontinent Torils.

Kosmologie
Der Kontinent Faerun befindet sich auf einem Planeten namens Toril, der von einem einzelnen silberfarbenen Mond umkreist wird. Dieser helle Begleiter, der Selune gennant wird nach der Göttin, die ihn bewohnt, wird auf seinem Weg über den Nachthimmel verfolgt von einem schimmernden Pfad leuchtender Sternsplitter, die als die Tränen der Selune bekannt sind. Außer dem Mond wandern sieben helle Planeten über den Himmel über Toril, die dunkel schimmernde Anadia, der grüne Planet Coliar, die blauen Zwillingsplaneten Karpi und Chandos, der beringte Glyth, die unregelmäßig erscheinende Gadan sowie der von einer hellen Aura umgebene Catha. Sie alle folgen einer regelmäßigen Bahn um Toril. Neben diesen großen und leuchtend-farbigen Nachtlichten ist der Nachthimmel übersät von Sternen, die sich in regelmäßige Muster und Konstellationen fügen, für die jede Zivilisation einen eigenen Namen gefunden hat.

Magie
Faerun ist eine Welt der Wunder und der Schrecken und sie ist durwirkt von einer geheimnisvollen und unendlichen Kraft - der Magie. Sie ist die rohe Kraft der Schöpfung, aus der einst die Welt selbst erschaffen wurde und auch heute durchzieht sie wie ein unsichtbares Geflecht die Welt, durchdringt jeden Stein, jeden Ozean und jedes Lebewesen. Das Gewebe, wie die Kraft auch genannt wird, ist eine stille und unendliche Energie und doch sie ist der Rohstoff für große Wunder und mächtige Akte sterblicher Schaffenskraft. Denn jene, die in der Kunst bewandert sind, haben gelernt das Gewebe nach ihrem Willen zu verändern. Sie lösen Fäden aus dem Energiegeflecht, leiten sie um und knüpfen daraus neue Muster, um Dinge zu vollführen, die jenseits der Vorstellungskraft einfacher Sterblicher liegen. Sie erschaffen aus dem scheinbaren Nichts Materie, sie versengen ihre Feinde mit unirdischem Feuer und öffnen Tore zu fernen Welten.

Die Völker Faeruns
Menschen - Faerun wird von vielen Völkern bewohnt, am häufigsten jedoch sind die Menschen anzutreffen, das jüngste Geschlecht. Dank ihrer Anpassungsfähigkeit, ihrem Erfindungsgeist, ihrer Hartnäckigkeit und vor allem ihrem unbändingen Ehrgeiz sind die Menschen die bislang erfolgreichste Rasse, die jemals das Angesicht der Welt betreten hat. In der kurzen Zeit, seit sie auf Faerun wandel, haben sie unzählige Mengen an Kunst, Literatur und Wissenschaften hervorgebracht. In der gleichen Zeit haben sie das qualvolle Töten anderer Menschen zu einer Kunsform erhoben. Die Menschen haben große Geister hervorgebracht, hervorragende Gelehrte und mächtige Helden - aber auch die verschlagensten Mörder und brutalsten Tyrannen.

Elben - Die Elben sind das älteste der zivilisierten Völker, sie waren die Herrscher der Welt, als die Wälder und Berge Faeruns noch jung waren. Heute haben sich die Alten weit gehend zurückgezogen aus der Welt der Menschen. Viele Angehörige des Schönen Volks haben vor vielen Jahrhunderten schon Faerun verlassen, um sind in das gelobte Land Immerdar jenseits der Spurlosen See gezogen. Andere gingen zurück in die unendlichen Wälder Faeruns, wo es heißt, dass auch heute noch Elben leben in fantastischen Städten, die kein Menschenauge je erblicken wird.

Zwerge - Die Zwerge Faeruns sind klein und kräftig gewachsen und scheinen direkt aus dem Fels und Stein entsprungen zu sein, in dem sie ihre Heimat haben. Sie leben seit Anbeginn der Zeit unter den Bergen des Nordens und die meisten von ihnen verbringen ihr gesamtes Leben dort, manche ohne jemals das Gebirge ihrer Heimat zu verlassen. Ausgezeichnete Handwerker, Steinmetze und Schmiede und mit einer außergewöhnlichen Vorliebe für Reichtum und edle Steine sind viele Zwerge auch geborene Händler, deren schwer bewaffnete Handelszüge man hin und wieder auf den Straßen des Nordens antrifft.

Halblinge - Neben den drei großen Völkern nehmen die kleinwüchsigen Halblinge nur eine randständige Rolle ein. Niemals hat es ein bedeutendes Reich der Halblinge gegeben, niemals werden die Barden von den großen Helden der Halblinge singen und es ist nur schwer vorstellbar, dass sich ein Mitglied dieses Volkes einmal zu einem Herrscher über andere Völker aufschwingen wird. Stattdessen genügen sie sich selbst in ihren kleinen Siedlungen fernab den Städten und Königreichen der Großen Völker und leben in der Regel ein friedliches, beschauliches und sehr zufriedenes Leben.

Goblinvölker - Die Goblinvölker umfassen die nichtmenschlichen barbarischen Sippen der Orks, Trolle, der wahren Goblins und anderer verwandter Völker. Sie sind eine Rasse unzivilisierter Stämme, die andere Völker ausrauben und Siedlungen überfallen und plündern. Die meisten Goblinoiden sind grausam, verschlagen und böse. Obschon diese Völker Faerun bevölkern seit es die Elben gibt, hat es niemals eine große Goblinnation oder ein Imperium der Orks gegeben. Stattdessen dezimieren sie sich selbst in blutigen Fehden und Brüderkriegen.

Götter und Glaube
Eine Vielzahl von Göttern herrscht über Faerun und seine unzähligen Völker. Ihre Macht ist allgegenwärtig, sei es durch die offensichtlichen Zeugnisse göttlicher Macht, wie sie in unendlichen Meeren, gewaltigen Bergen, uralten Wäldern und geheimnisvollen Tälern deutlich werden, sei es durch die Taten ihrer Priester. Jeder Bewohner Faeruns weiß - auch wenn er es nicht wahrhaben will, dass die Götter die eigentlichen Herrscher der Welt sind und auch wenn manche Gläubigen sich einem Glauben verschrieben haben, so kann es doch sein, dass sie in der Not einem anderen Gott opfern, um seine Gunst zu erwerben.

Bane - Unter den Namen Schwarzer Fürst, Schwarze Hand und Fürst der Finsternis ist Bane der Inbegriff des Bösen. Er ist der Gott der Furcht, der Tyrannei und des Hasses.

Chauntea - Verehrt als Große Mutter, Erdmutter und als Herrin der Ernte ist Chauntea die Göttin der Bauern, der Felder und des Sommers.

Cyric - Bekannt als Schwarze Sonne oder Prinz der Lügen ist der verschlagene Gott des Mordes und der Lügen, der Intrigen, Täuschung und Illusionen.

Gond - Der Wunderbringer ist der Gott des Handwerks und der Künste.

Ilmater - Der gebrochene Gott ist der barmherzige Patron der Leidenden, der Gepeinigten und des Überdauerns.

Lathander - Der Morgenfürst ist der Gott der Morgenröte, des Frühlings und des neu entstehenden Lebens.

Myrkul - Myrkul ist der Gott des Todes und der Toten, der Grimme Schnitter und Herrscher über die Unterwelt, in der die Seelen der Toten warten.

Mystra - Die Herrin der Geheimnisse ist die nur selten verehrte Herrin der Magie und die Schöpferin des Gewebes.

Oghma - Oghma ist der Wissensfürst, der Gott der Erfindung, der Inspiration und des Wissens.

Shar - Shar ist die Herrin der Nacht und wird auch die Fürstin des Verderbens genannt. Sie ist die Göttin der Dunkelheit, des Vergessens, der Geheimnisse und der Nacht.

Selune - Sie trägt die Namen Mondmaid und Silberfürstin und ist die Schwester Shars. Als Gegensatz zu ihrer dunklen Schwester repräsentiert sie den Mond und die Hoffnung.

Silvanus - Der Eichenvater ist der Herr der Wälder, der Pflanzen und der unberührten Natur.

Sune - Flammenhaar, wie Sune auch genannt wird, ist die Göttin der Schönheit, der Liebe und der Leidenschaft.

Talos - Der Zerstörer ist der Herr der Stürme und der Vernichtung, der Rebellion und des Chaos, der Erdeben und der Feuersbrunst.

Tempus - Bekannt als Fürst der Schlachten und Feindhammer ist Tempus der unumschränkte Herr des Krieges, der Schlachten und der Krieger.

Tymora - Die lächelnde Fürstin oder auch Herrin des Glücks ist die Göttin des freundlichen Schicksals, des Sieges und des Glücks.

Tyr - Der Gerechte ist der Herr des Rechts und der Richter und der Patron der Gerechten und Unterdrückten.

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